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Neues Traumziel für deutsche Kicker
Die Fußballwelt entdeckt das Wüstenemirat. Innerhalb kürzester Zeit waren große Namen aus der deutschen Fußballwelt in den VAE zu Gast: Werder Bremen und der FC Bayern kamen im Anfang Januar zum Trainingslager an den Golf und Ende Januar überraschte eine Old-Star-Mannschaft mit Lothar Matthäus, Dieter Burdenski, Matthias Herget, Marko Rehmer, Dieter Eilts, Manfred Kaltz, Michael Schulz, Günter Hermann, Wolfgang Sidka, Frank Ordenewitz, Bernd Wehmayer, Carsten Ramelow, Christian Wörns, Maurizio Gaudino und Jörg Heinrich die Fußballfans. Begleitet wurde das Team vom früheren DFB-Trainer Holger Osieck und DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer.
Mit einer Partie gegen eine Auswahl der VAE ließ die DFB-Traditionsmannschaft ein Zusammentreffen beider Teams von 1990 wieder aufleben. Und erneut war die deutsche Elf erfolgreich. Mit 7:3 besiegten sie die Gastgeber aus den Emiraten im Al Ahli-Stadion in Dubai.1990 siegte das DFB-Team mit 5:1. Dem Spiel vorausgegangen war ein Kurs für arabische Fußballtrainer, die DFB-Trainer Bernd Stöber und Tobias Wawroscheck in Dubai leiteten. Der Kurs ist Teil einer Kooperation des Deutschen Fußball-Bundes mit dem Fußballverband der Emirate. Unterzeichnet wurde die Kooperation im vergangenen Jahr, als die deutsche Elf in einem Länderspiel gegen die Emirate antrat (wir berichteten).
Dass insbesondere die deutschen Bundesliga-Klubs das Emirat schätzen, zeigt sich an den regelmäßigen Wintertrainings des FC Bayern in Dubai. Bereits zum sechsten Mal reisten die Bayern für ihr Wintertraining an den Golf. Gewohnt hat die Truppe um Trainer Louis van Gaal zum zweiten Mal in Folge im Hotel „The Palace, Old Town" und hatte damit Logenplätze für die Eröffnung des Burj Khalifa. Für die Sehenswürdigkeiten der Stadt hatten die Bayern aber wenig Zeit. Zehn Trainingseinheiten und ein Fitnesstest standen auf dem straffen Programm des sechstägigen Aufenthalts. Und van Gaal war zufrieden mit seinem Team „Die Spieler haben sehr hart gearbeitet", sagte er kurz vor dem Rückflug nach München. „Alle geben 100 Prozent, alle sind hungrig, die Stimmung in der Mannschaft ist auch sehr gut. Wir hatten ein sehr gutes Trainingslager."
Das kann auch Werder Bremen-Trainer Thomas Schaaf behaupten. Er war mit dem Club von der Weser zum ersten Mal im Wüstenemirat zu Gast. Die Hanseaten waren unter anderem auf Wunsch der Deutschen Fußball Liga (DFL) einer Einladung von „Dubai Sports Channel" in die Emirate gefolgt. Damit waren die Bremer zum ersten Mal seit neun Jahren für ihr Wintertraining nicht im türkischen Belek. Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und Chef-Trainer Schaaf stellten dem Emirat trotz einiger Strapazen ein gutes Zeugnis aus: „Besser als hier geht es nicht", sagte Schaaf über die Bedingungen, die sein Team vorfand. Für Allofs war darüber hinaus auch noch wichtig, die Bremer international bekannter zu machen. „Wenn man den Verein international bekannter machen will, muss man auch Strapazen in Kauf nehmen." Er spielte damit auf die langen Wege zwischen dem Mannschaftshotel „Park Hyatt" und dem Trainingsgelände unweit des Grand Hyatt bzw. des Austragungsort für das Freundschaftsspiel gegen das Team aus Al Ain in der Gartenstadt an. Das entschieden die Hanseaten übrigens mit 2:1 für sich. Die Grün-Weißen präsentierten sich am Golf offen und aufgeschlossen wie selten ein anderer Bundesligaklub. Eine Elf zum Anfassen. Und das sei auch die Maxime der Hanseaten sagt Geschäftsführer Klaus Filbry. „Die Nähe zu den Fans ist uns sehr wichtig." Für Filbry war der Ausflug in die Emirate einer seiner ersten offiziellen Termine für Werder. Und so wie es aussieht, haben die Fußballfans am Golf das Team um Thomas Schaaf nicht zum letzten Mal in den Emiraten gesehen: „Ich denke, dass bei so einem Trainingslager das ganze Paket stimmen muss. Und wie wir das hier logistisch hinbekommen haben, war schon sehr gut. Grundsätzlich könnte man das wieder machen", sagte dieser nach dem Trainingslager.
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